Öko-Lifestyle

Öko-Lifestyle

Die Mehrheit der Menschen möchte nachhalti­ger leben und ist dafür zu Einschränkungen bereit. Dies spiegelt sich auch in der Gesetzgebung wider: Fleisch ist aufgrund der ressourcenintensiven Produktion mit einer Steuer belastet. „Coffee-to-go“-Becher gibt es nicht mehr. Wohnflächen über 20m² je Haushaltsmitglied müssen eine zusätzliche Abgabe leisten. Kunststoffe sind nur noch für bestimmte Lebensmittelverpackungen zugelassen. Plastikspielzeug auf Erdölbasis ist verboten. Damit ging die Verwendung von Nicht-Bio-Plastik stark zurück, und viele Produkte sind teurer, aber auch langlebiger geworden.

Die Bioökonomie-Industrie in Deutschland produziert vielfältige Produkte und erlebte ein starkes Wachstum, das jedoch die Einbußen in anderen Wirtschaftsbereichen nicht voll kompensieren konnte. Deutschland ist kein Export-Weltmeister mehr. Biogene Rohstoffe aus dem Inland werden vorwiegend für den inländischen Markt verarbeitet, was sich positiv auf die Wertschöpfungstiefe auswirkt.

Bei Lebensmitteln vertrauen die Menschen auf regionale Produkte, da die internationalen Zertifikate für nachhaltige Produktion nicht transparent sind.

Es wird nur noch wenig Fleisch produziert und konsumiert. Abfallvermeidung ist in der Industrie, der Landwirtschaft und auch im privaten Konsum ein großes Thema. Die wenigen verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen müssen hocheffizient genutzt werden. Rasante technologische Fortschritte bei der Nutzung von Holz und Reststoffen erlauben die Herstellung einer großen Vielfalt biobasierter Materialien, was 2020 noch kaum vorstellbar war.

Die Forst- und Landwirtschaft in Deutschland und Europa ist nicht nur deutlich effizienter, sondern auch diversifizierter und nachhaltiger geworden. Das basiert auf einer intelligenten Kombination von Ansätzen aus der Permakultur und innovativer Automatisierung (Smart Farming).

Die gestiegene Nachfrage nach Biomasse erfordert mittlerweile eine deutliche Ausweitung der Anbauflächen. Um den Artenschutz zu verbessern sind daher Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität ein integraler Bestandteil der Agrar- und Forstflächennutzung und gesetzlich vorgeschrieben.

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